August 2008 - Juli 2009

Donnerstag, 12. Februar 2009

#54


Auf einem kurzen Nachtgang vor dem Schlafengehen sah ich Sterne in den Regenpfützen gespiegelt, sah im Nachtwind am Ufer des heftig rauschenden Flusses ein paar außerordentlich schöne alte Bäume. Sie würden auch morgen noch schön sein, aber in diesem Augenblick hatten sie diemagische, nicht wiederkehrende Schönheit, die aus unserer Seele kommt und die, nach den Griechen, nur dann inuns aufleuchtet, wenn uns Eros angeblickt hat.

Hermann Hesse

Mein Mond, aus meinem Fenster.

Montag, 9. Februar 2009

#53

Es ist übrigens Halbzeit (gewesen).

#52

Mont Rigaud, 7. Februar 2009

Ja, ich bin sogar auf Piste #6 gefahren, oho.

#5.

Uuuund.. Action:

Specki macht Sport. #6.

Sonntag, 8. Februar 2009

#51

Blvd. Brunswick, 2. Februar 2009


Blvd. St-Laurent, 1.Februar 2009



Donnerstag, 29. Januar 2009

#50

Ich schon wieder.

Eigentlich gibt es gar nichts zu erzählen.
Ich wollte euch nur mal meine drei Gastgeschwister zeigen.

Et voilà, das sind sie:

Filou. Eigentlich Félix-Olivier. 5 Jahre jung.

Jassou. Eigentlich Jasmine. 3 Jahre jung.

Fatman. Eigentlich Louis-David. 14 Monate jung.

Alle Fotos von meiner Gastmutter Stéphanie geschossen.
+ von Evelyn per Mail bekommen.

Ende.

Montag, 26. Januar 2009

#49

Abschiedsfotos.

Ich vermisse dich.

#48

Schon wieder ein Monat rum. Ahje.

Was gibt es zu erzählen? Hm.
Nichts Großartiges.
Nein, wirklich nicht.

Ich war in Rimouski.
Oder eher einem Dorf in der Nähe von Rimouski.
Das war um Silvester rum.
Viel habe ich dort nicht gemacht.
Viel geschlafen, wenig gegessen.
Viel Wein getrunken, wenig raus gegangen.
Ziemlich öde, aber man konnte auch einfach nichts machen.
Und ich war snowboarden.
Zum allerersten Mal, jawoll.
Welches mit viel Hinfallen, aber auch viel Spaß von Statten ging.
Und mein Snowboard"lehrer" erst. Hui.
Gegen Ende das Tages habe ich mich sogar die richtige Piste runter gewagt.
Das war.. ganz okay, aber halt doch noch ein bisschen zu schwer für mich.
Familienfeiern gab es auch wieder viele.
Einen Tag vor Silvester und am ersten Januar.
Silvester an sich fand gar nicht statt.
Am 31. Dezember 2008 lag Fia-Lou in ihrem Bett und las.
In das neue Jahr wurde dann hinein geschlafen.
Ziemlich traurig, irgendwie.
Ich hätte gerne gefeiert.
So mit Feuerwerk und Anstoßen.
Naja, nächstes Mal wieder.

Zwei Tage vor Schulbeginn waren wir wieder zu Hause.
Sonntags bin ich dann umgezogen.
In Evelyns altes Zimmer.
Warum? Weil das um die Ecke geht.
Außerdem mochte ich Evelyns sowieso von Anfang an mehr als mein altes.

Dann hat die Schule wieder angefangen.
Deutschdiplom, Matheklausur und die English Language Arts Exams wurden geschrieben.
In Deutsch haben wir keine Noten bekommen, kommt noch.
Mathe war eine knappe Vier, immerhin.
Und in Englisch gab es sogar eine Zwei!

Dann kamen schon die Zeugnisse.
Meins ist.. naja, so lala.
Ganz okay, besser als das letzte.

Jetzt hat das zweite Halbjahr schon begonnen.
Am Wochenende ist dann auch schon Halbzeit bei mir.
Wie schnell alles ging.

Was war noch?
Achja, School Dance.
Am Wochenende nach den Ferien.
Im Physikraum wurde das Tanzbein geschwungen.
Die Musik, die da so lief war eher grenzwertig.
Hip Hop, Dance, Techno, kanadisch-amerikanische Partymusik halt.
Man könnte es aber auch einfach als "shake your ass, bitch"-Musik bezeichnen.
Mit dem Tanzen war dass dann so eine Sache.
Es ging irgendwie nicht so recht.
Meine Füße waren zu hibbelig.
Alle anderen haben, wie mit Uhu am Boden festgeklebt, getanzt.
War aber trotzdem ganz lustig.
Am Tag darauf war ich mit Sophie Downtown.
Wir sind ins Museum gegangen.

SYMPATHY FOR THE DEVIL: Art Et Rock And Roll Depuis 1967
(Auf die Bilder klicken, dann sieht man sie ganz.)




Das war ziiiemlich cool.
Danach sind wir nohh zu Starbucks.
Später am Abend, nach einem langen Aufenthalt im warmen Café,
haben wir uns wieder durch die Kälte auf den Weg nach Hause gemacht.
In der Métrostation sind wir allerdings noch an einem Fotoautomaten vorbei gekommen:

Süß, oder?

Ja, was war noch?
Party, letztes Wochenende.
Viel Alkohol, eher weniger Leute.
War ganz nett, glaube ich.
Getanzt wurde auch.
Und gestern abend waren Emma, Sophie, Kiwi, Andrew und ich noch im Cage Aux Sports.
Hockey wurde da geguckt.
Und Burger gegessen.
Was muss, das muss.

Nächsten Samstag kommt schon Natalie.
Mal sehen, wie das so wird.

Meine Haare sind jetzt übrigens auch wieder ab.
Also der Pony zumindest.
Ich hab es nicht mehr ausgehalten.
Zum glück hatte Stéphanie, meine Gastmutter, so eine Haarschneidescheere.
Nur zum Ponyschneiden gehe ich doch nicht zum Friseur!

Das war es auch schon wieder.
Ich hoffe, nicht allzu viele Fehler, seien es nun Grammatik- oder Tippfehler.
Einfach überlesen. Danke.

Ende + Gute Nacht.

(Bilder kommen, wenn ich das Kabel für meine Festplatte gefunden habe.)

Sonntag, 28. Dezember 2008

#47

KOMMT GUT INS NEUE JAHR.

#46

Wir haben es 00:25 h, es läuft das Radio, irgendein Klassiksender. Rauschen.

Alors, ich versuche mal alles aufzuschreiben und aufzuholen, was in letzter Zeit passiert ist.

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, ich hatte Geburtstag. 17 Jahre, oho. Es war glaube ich ein Mittwoch. Ich hatte ganz normal Schule, einige haben mir gratuliert und Tassilo, der mich beim Geburtstagswichteln Anfang des Jahres gezogen hatte, schenkte mir unheimlich leckere Süßigkeiten, ich weiß nicht, was es war. Es sah aus wie ein Joghurtdrop, schmeckte nach weißer Schokolade, war aber grün. Minze war auch dabei. Komisches Gemisch. Aber gut. Zu Hause angekommen, nichts. Alles wie immer. Also ging ich nach oben, in mein Zimmer und packte die Geschenke aus, die mit der Post gekommen waren: Ein Buch namens "Dienstags bei Morrie" von Mitch Albom und unbedingt empfehlenswert, die Hörspielfassung von "Der kleine Bruder", dem 2ten Teil der Herr Lehmann Triologie, Stulpen, Geld, Süßes und.. ein neues Objektiv für meine Kamera. Danke nochmal, für alles!
Abends gab es Essen, Eric war mal wieder auf Geschäftsreise, also nicht anwesend. Was es zu essen gab, weiß ich gar nicht mehr. Es war okay. Dann gab es Geschenke. Von Stéphanie bekam ich einen silbernen Platinum-Bilderrahmen, 2 Blätter Papier, um Evelyn einen Brief nach Deutschland schreiben zu können und ein Foto von einem Mädchen. Natalie, meine neue Gastschwester, die Ende Januar kommt. Ich war ein wenig enttäuscht, muss ich sagen, aber viel mehr als das, was ich bekam, habe ich eh nicht von Stéphanie und Eric erwartet. Sie sind zwar nett und meinen es nur gut, aber sie sind tierisch unkreativ was solche Sachen angeht. (Im Radio Läuft gerade "Stille Nacht, Heilige Nacht", ein bisschen zu spät dafür, wie ich finde.)
Nach dem Geschenke auspacken passierte das mit der Gabel. In Kurzform: Filou hatte mal wieder einen kleinen Tick, hat nicht gemerkt, dass in dem Geschenkpapier, dass er herum schleuderte noch die Gabel war, die er kurz zuvor hinein gelegt hatte, und wie es halt kommen musste.. Er schleuderte wie wild damit herum, die Gabel löste sichund flog dummerweise genau in meine Richtung, oder viel mehr in Richtung meines Ohrs und Batz!, da steckte die Gabel in meinem Ohr. Ich registrierte nur einen krassen Schmerz, merkte, da steckt was in meinem Ohr und zog es raus. Voilà, die Gabel. Blutige Angelegenheit. Ziemlich schmerzhaft und tränenreich. Filou warsogeschockt, dass er selbstangefangen hat zu heulen, Stéphanie hat ih auf sein Zimmer gebracht und ihm eingetrichtert, dass sich so etwas nicht gehört, und kam wieder runter. In der Zwischenzeit hatte mir Evelyn ein Tuch mit kaltem Wasser geholt, um mein Ohr zu reinigen und zu kühlen. Danach war das Abendessen dann entgültig beendet.
Das war das.

Zwischendurch war ich irgendwann auch noch beim Friseur. Waschen, schneiden, föhnen - 40 Dollar. Es sieht aber inzwischen schon wieder fast genauso schlimm aus wie vorher, viel zu dick und lang und komisch. Naja, das ist anscheinend so, wenn man seine Haare wieder wachsen lässt. Das habe ich ja shconoft versucht. Nur habe ich es bis jetzt nie länger als ein paar Monate ausgehalten. Danach waren sie wieder ab. Mal sehen, wie lange ich es dieses Mal durch halte.

Was war dann? Québec. Da war ich vor gut zwei Wochen übers Wochenende. Freitag ging es los. Wir sind mit AlloStop hin. Das ist so etwas wie Mitfahrgelegenheiten. Die Frau, die uns in ihrem VW Beatle mitnahm war anfangs ganz nett, Smaltalk und so halt. Irgendwann hat sie dann nicht mehr mit uns geredet, sondern ihre äußerst merkwürdig klingende Musik laut aufgedreht. Man denke daran, es war ungefähr viertel vor 10 Uhr abends. Wir waren müde, es war kalt und wir wollte unsere Ruhe. Aber das konnten wir ja dann wohl doch vergessen. In Québec angekommen zahlten wir ihr das Geld und machten uns auf die Suche nach einer Bushaltestelle. Die wir auch sofort fanden. Es war unheimlich kalt und ichfrohr mir 'nen Ast ab. An der Bushaltestelle fragten wir einen älteren Herrn, nach der richtigen Nummer und er half uns den passenden Bus zu finden, der er selbst auch nahm. Dann saßen wir also im Bus, ohne wirklich zu wissen, bis wohin wir fahren mussten. Aber unser Freund, der ältere Herr, half uns auch dieses Mal. Er sagte uns, hier stiege er aus, wir müssten auch raus. Gesagt, getan. Er ist dann sogar noch den halben Weg bis zum Hostel mit uns gelaufen, weil wir wirklich so gar keine Ahnung hatten, wo wir waren. Endlich fanden wir das Hostel "Auberge de la Paix". Drinnen war es wirklich schön und wohlig warm. Wir bekamen unser Zimmer zugewiesen und ein paar Decken und Laken, um die Betten zu beziehen. Gegen 1 Uhr nachts sind wir dann haltot in unsere viel zu schmalen, aber dennoch relativ bequemen Betten gefallen.
Tag 2 in Québec began um halb 10. Wir schlurften zum Frühstück und wurden langsam wacher. Noch total ohne Plan für den Tag zogen wir uns an. Ich schmiss meinen Laptop an, es gab im Hostelsogar kostenloses Internet. In der Hoffnung auf irgendetwas Spannendes zu finden durchkämmte ich alle möglichen Touristeninformationsseiten und Québec-Homepages. Dennoch, nichts gefunden, was unser Herz beglückt hätte. Also stapften wir einfach drauf los. Gleich vor unserer Haustür begann die Rue St-Jean, eine lange, lange Einkaufsstraße im Vieux Québec. Weiter, als diese Straße auf und ab zu laufen, schafften wir es an diesem Nachmittag auch nicht. Wir tingelten von einem Laden in den nächsten, vergnügten uns im Schokoladen Museum, kauten im europäuschen Feinkostladen unser Abendbrot ein, wanderten von einem Plattenladen zum nächsten. In einem wurden wir beide fündig. Evelyn kaufte eine Platte von Cheeky y Chong (oder so) für ihren Vater und dann noch eine Disko-Hit-Mix Kasette. Ich kaufte mir Music from The Lord of The Rings auf Platte. Ganz alt, tolles Cover, nur leider werde ich es erst im Sommer hören können. Aber was macht man nicht alles für 2 Dollar 50? (So viel kostete die Platte.) Zwischendurch gönnten wir uns eine Pizza und es ging weiter durch die Geschäfte.
Als es anfing dunkel zu werden gingen wir wider zum Hostel zurück und stellten unsere erbeuteten Sachen ab und machten uns auf den Weg zum Schloss, ein bisschen Sight Seeing muss ja auch sein. Auf dem weg dahin verschlug es uns aber wieder in ettliche Geschäfte, in einem kauften wir uns die geilsten Handschuhe, die es auf der Welt nur gibt. (Fotos kommen noch.) Dann, endlich, gingen wir rauf zum Schloss. Es war klarer Himmel und von der Terrasse hatte man einen tollen Ausblick über Québec und das Wasser. Die Kälte, die dort oben herrschte zwang uns dann aber doch nach einer Weile zum Rückzug ins Hostel. Dort schlemmten wir. Salami, Baguette, Käse, Gewürzgurken und so weiter. In der Küche lernten wir zufällig auch noch zwei andere deutsche Mädchen kennen. Naja, eigentlich müsste man Frauen sagen. Leonie und Birgit. Sie studieren in Peterborough in der Nähe von Toronto und waren auch übers Wochenende in Québec. Die beiden haben uns dann gefragt, ob wir nicht Lust haben, später noch ein Weilchen in einen Pub zu gehen. Erst waren wir uns nicht sicher, ob es klappen würde, denn hier ist sowas eigentlich erst ab 18 legal. Wir haben es dennoch ohne jegliche Probleme in den Pub geschafft. Ich trank mein lang ersehntes Carlsberg, die anderen probierten echtes quebecoisches Bier. Ich nippte auch einmal, aber ich muss sagen, da sind die Dänen doch um einiges besser, wenn es um Bier geht. Nach Zwei Stunden und viel Reden sind wir dann müde ins Hostel zurück.
Tag 3 begann zur gleichen Zeit wie tags zuvor. Wir zogen unsere Betten ab und packten unser Zeug zusammen. Dann gingen wir noch einmal zum Schloss. An dem Tag war es aber leider diesig, düster, grau - es schneite Unmengen. Zu Evelyns Leid war die Bobrodelbahn auch noch nicht geöffnet. Also entschlossen wir uns ein bisschen weiter nach unten zu gehen. In das Stadtteil am Wasser. Es waren kleine Gassen mit vielen Souvenirläden. Evelyn fand Mitbringsel und ein Nummernschild für ihr Zimmer. Gegen Frühnachmittag gingen wir unser Gepäck holen und nahmen den Bus, um zu den Montmorency Wasserfällen zu fahren. Durch ein dummes Missverständnis standen wir dann eine knappe Stunde irgendwo in der Pampa, und warteten auf unseren Anschlussbus. Glücklicherweise waren wir beide etwas hyperaktiv und gut gelaunt, sodass die Zeit wie im Flug verging. Bei den Fällen angekommen mussten wir sie erstmal finden. "Hallo, ihr 83 Meter hohen Wasserfälle, wooo seit iiiihr?" Ah, da, gefunden! Hieß es nur noch, durch den 50 cm hohen Schnee stapfen, weil außen rum ja zu lange dauert, um auf den Bohlenweg zu kommen. Ein paar Bilder machen, staunen und wieder zurück. Bus kommt, kommt nicht, kommt! Endlich. Wir sagten ihm, dass er uns bei der Shell tankstelle in St-Foy raus lassen solle, er nickte. Was war? Der Busfahrer wechselte. Also sagte uns keiner, wo wir raus mussten und wir fuhren einmal im Kreis. Somit verpassten wir unseren AlloStop Termin für die Rückfahrt. Wir versuchten mit meinem Handy bei AlloStop anzurufen. Ein junger Mann war am Aparat. Erst versuchte ich es auf Französisch, klappte aber nicht so gut. Telefonieren ist schwer, so ohne Hände reden.. Er merkte das dann auch und versuchte Englisch mit mir zu sprechen. Das klappe aber auhc nicht besser, denn sein Englisch war noch schlechter als meins. Er meckerte die ganze Zeit nur rum: "Shit, shit! You can't speak english, you can't speak french! Shit, shit! Give me your friend! Shit, shit!..." Mit Evelyn klappte es dann aber auch nicht besser, es lag ja an ihm! Wirklich! Irgendwann war mein Handy dann tot - Geld leer und immer noch kein neuer AlloStop Termin. Es war schon fast sechs Uhr abends. Zum Glück fragte uns dann eine Frau, die im Bus hinter uns gesessen hatte, was unser Problem sei. Kein Wunder, dass alle es mitbekommen haben, war ja über 15 Minuten lang und nicht gerade leise, das Gespräch. (Es Läuft schon wieder "Stille Nacht, Heilige Nacht", diesmal eine andere Version.) Wir erklärten es ihr und sie bot uns an, dass sie noch mal bei AlloStop anrufen könne. Das machte sie dann auch und nach 2 Minuten hatten wir einen neuen Termin. Wir fuhren mit einem Pärchen zurück nach Montréal. Die waren auch komisch. Anders komisch, aber genauso komsich wie die Frau von Freitag. Sie redeten nicht ein einziges Mal mit uns. Naja, mir wars egal, ich hab eh geschlafen.
Ja, das war unser Erlebniswochenende in Québec.

Dann war schon bald Weihnachten. Vorher War Evelyns Abschiedsessen, Vici war auch dabei. Es gab Rotwein und endlich mal richtig leckeres Essen. Chinesisches Fondue und als Nachtisch Schokoladenfondue. Samstag, den 20. Dezember, ging dann Evelyns Flug. Von jetzt an bin ich einen Monat allein hier bei den Perraults.
Am gleichen Tag, andem auch Evelyns Abreise war, habe ich mir ein Snowboard gekauft. Ein knallgrünes Burton irgendwas. Ich mags. Montag war ich dann mit Eric im Pubelle de Ski (Mülleimer der Skisachen in etwa), das ist so ein großes Lagerhaus in Montréal Downtown, wo es allesgit, was das Wintersportlerherz begehrt und dazui noch günstiger als im Sportladen. Ich habe mir dort: Snowboardhose, Skibrille, Winterjacke, Handschuhe und Snowboardschuhe gekauft. Einmal alles, bitte.
Am 23. kamen dann Mamichou (Oma), Katou (Tante) und ihr Freund Jerome aus Calgary. Yanou (Onkel) und seine Verlobte Lizanne kamen am 24. nach.
Ja, der 24 Dezember. Ich hab erstmal bis um12 geschlafen. Danach hab ich Mamichou in der Küche geholfen und dann ging es auch schon zur Messe. Ich weiß jetzt, warum ich katholische Messen lächerlich finde. Zumindest in Kanada. Irre viele Leute, komische, auf Komiker machende Priests und merkwürdige Gesänge mit Tänzen verbunden. Nach dem Gottesdienst gab es dann jedenfalls Essen. Turkey, was sonst?Es kamen auch noch mehr Gäste. Sandra und Lars mit Jasmin und Nicholas. Das sind Freunde von Stéphanie und kommen ursprünglich aus Deutschland. Ich kam also auch in den nun immer seltener werdenden Genuss, Deutsch sprechen zu können. Nach dem Essen war dann der Tag auch schon fast gelaufen. Yanou, Lizanne, Mamichou und ich haben noch die Minipizzen für den nächsten Tag vorbereitet und sind dann ins Bett gegangen.
Am 25. war traditionell morgens die Bescherung. Ich bekam ein Montréal T-shirt, ein Notizbuch und einen Notizblock mit NY vorne drauf von Eric und Stéphanie (ich sags doch, unkreativ) und von Mamichou bekam ich einen Gutschein von Passion&Fruit. Und von Friedi bekam ich einen Brief, Fotos von London, und von dort, wo sie wohnt, eine Kette mit einem kleinen Vogel und einem Vogelkäfig und dazu die passenden Ohrringe mit Vögeln. Danke! (:
Dann wurde ein großes Frühstück veranstaltet. Spiegelei, Croissants, richtiger (!!) Käse, Salami, Nutella, Marmelade, alles, was ich seit 4 Monaten nicht mehr zu sehen bekommen habe war auf einmal da! Das war eines der tollsten Weihnachtsgeschenke. Nach dem Essen machte sich jeder hübsch für den Nachmittag. Lizanne übehäufte mich mit Komplimenten (dass macht sie immer), wiehübsch ich doch aussehe, was für tolle Klamotten ich doch anhabe und wie gut ich sie kombinieren kann, und ach! mein schmuck erst, so lovely, honey! Sie hat mir dann auch die Haare geglättet und aufgehübscht. Komisches Teil, so ein Glätteisen. Aber ich muss sagen, es sieht danach schon nicht schlecht aus, mein Haar. Eine Stunde später als geplant, als alle fertig waren, ging es los. Autokarosserie, marsch! Knappe zwei Stunden waren wir unterwegs. Wir waren eingeladen bei den Eltern von Mamichou. Das Haus lag direkt am Lac Tremblant, auf der anderen Seite waren die Berge und zig Skipisten hell erleuchtet. Dort, im Haus, fand ich mich in einem Haufen Verwandter wieder, 45 an der Zahl. (Jetzt Läuft "Oh, Tannenenbaum!", Weihnachten ist vorbei, Leute!) Es Gab noch einmal Geschenke für alle. Ich bekam auch etwas, und zwar Teil 1 des Soundtracks von Fluch der Karibik. Das find ich sogar mal gar nicht so schlecht. Später gab es dann noch für jeden einen Kinogutschein. Dann kamdas 3-Gänge-Menü. Apperetifs, Turkey, Gebäck. Himmlisch. Nach fünf oder sechs Stunden Familienfeier und einer Menge Langeweile fuhren wir dann wieder nach Montréal nach Hause.
Der 26. Dezember verlief dann entspannter. Lange, sehr lange schlafen und nichts machen. Ich habe kurz mit Desi telefoniert, dann mit Papa und dann, endlich, ganz lange mit Friedi. Wir Haben unseren Sommer nun auch schon fast perfekt durchgeplant. PictureParty, Leipzig, Melt, Berlin, zelten an der Ostsee, Leer, hause. So in etwa.
Später am Abend habe ich dann noch ganz lange mit Mamichou geredet. Sie wollte alles mögliche wissen. Was fürbücher ich lese zum Beispiel. Ich habe ihr von "Vincent" erzählt, und von "Dienstags bei Morrie", das kannte sie sogar. Dann wollte sie wissen was das Melt für ein Festival ist, was für Musik ich sonst so höre und ganuz banause Fragen wie: "Was ist dein Lieblingsinstrument, also bei Bands, wenn die so spielen? Gitarre, Bass, Drums?". Meine Antwort bauchte lange, war am Ende dann aber: "Drums". Mamichou ist so cool. Sie war Journalistin. (Mamichou ist übrigens die, die Evelyn und ich in Ottawa besucht haben.) Irgendwann, nach einer geraumen Zeit sind wir dann Schlafen gegangen.
Heute war ich Downtown. Ich wollte Schuhe umtauschen, und ein paar Sache besorgen. Es hat geregnet und es war langweilig, so alleine ohne Evelyn. Auf dem Rückweg bin ich auch noch im Bus eingeschlafen und bin zu spät aufgewacht und musste dann den bus in die andere Richtung zurück nehmen und hab somit auch den anderen Bus vom Bahnhof nach Hause verpasst und habe eine halbe Stunde in der Kälte gewartet. Endlich angekommen hab ich mir schön was zu essen gemacht und hab mich bestens mit Fried amüsiert. Danach hab ich gepackt. Morgen fahre ich für eine knappe Woche nach Rimouski, in den Norden Québecs zu den Eltern von Eric. Da wartet dann wieder eine Familienfeier auf mich,aber auch die Skipisten. Snowboardanfängeralarm, Achtung, ich komme!

Hier endet nur auch mein, dies mal extrem lang ausgefallene Blogeintrag.

Es ist 2:34 h, immer noch der Klassiksender, es läuft "Ihr Kinderlein kommet".
Die Kanadier haben sie doch nicht mehr alle.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

#45



DANKE,

für die Gabel in meinem Ohr.

Dienstag, 2. Dezember 2008

#44

SÜSS

Von Sandra.

Von Helena.

(:

Montag, 1. Dezember 2008

#43

OTTAWA, OTTATA

The Parliament of Canada











Santa's Parade











Byward Market






Mittwoch, 26. November 2008

#42

"Er kam zur Ansicht, dass ich einfach zu dumm zum Leben bin. Zu dumm dafuer, eine Packung Milch richtig aufzuschneiden (die Milch ist hier immer in einer Plastiktuete, aber ich trinke ja eh keine), ausserdem habe ich beim Ueben mal wieder eine nasse Hose bekommen und meine Wand auch benaesst... zur Abwechslung mal."


(Eve allein in Canada, 17ter November)

Mittwoch, 19. November 2008

#41

TADAA.

Lang ist es her, dass man etwas von mir gehoert hat. Deshalb jetzt ein kleiner Ueberblick darueber, was in den letzten zwei oder drei Wochen spannendes passiert ist. Okay, ich habe keine Ahnung mehr, in welcher Reihenfolge alles stattfand, aber das stoert ja keinen, hoffe ich. ODER? Na also.

Zwei oder drei Wochen also..

Am Montag nach dem Praktikum ging die Schule wieder los und mit der Schule auch die Klausuren. Wie das nun mal so ist. Sonst ist in der Woche nicht sehr viel passiert.

Wochenende also. Ich glaube, wir waren mal wieder Downtown, ja. Und auf unserem Hinweg passierte uns das hier:

Ich: "Schaffen wir des noch?" Fia: "Wenn wir rennen schon!" Ich renne also los und in die Métro. So weit, so gut. In der Métro angekommen, meint Fia: "Muessen wir nicht in die gruene Linie?" -"Ja, hast Recht", Fia wieder: "Ne, egal wir bleiben jetzt hier...", da war ich schon draussen. Die Tueren schlossen sich... ich sah Fias Kopf... und weg war sie! Noch schnell durch Zeichen "besprochen" was wir jetzt machen, hab ich erst mal gewartet. Auf ein mal kam eine SMS: "Wir treffen uns bei Peel". Ich dachte mir nur so... hmmm... vermutlich sitzen wir jetzt in der gleichen Métro, aber was willst du denn da? Ich bin zu Peel gefahren, dort angekommen, kam eine andere SMS: "Ich meinte zu Guy Concordia".

(Eve allein in Canada, 17ter November)


Evelyn und ich sind dann letztendlich doch noch dort angekommen, wo wir hin wollten, aber was waere das nur ohne Cell Phone geworden? Ich will es gar nicht wissen. Nun, wir waren dann im Museum of Fine Arts, Andy Warhol bestaunen. Es war berauschend, grandios, beindruckend,.. Die ganzen Filme, die Musik, The Velvet Underground, David Bowie, die Lichter, und vor allem natuerlich seine Werke. Alles ganz, ganz wunderbar.


Nachdem wir im Museum waren, haben wir uns mit Vici getroffen und sind zum Mont Royal gefahren. Da wollten wir naemlich eine ShishaBar suchen, die wir dann nach etwa einer halben Stunde auch gefunden haben, wow. In der ShishaBar haben wir uns eine "Shisha Mélange des Fruits" bestellt und dazu einen Tchai und Gebaeck. Es war sehr gemuetlich und entspannt. Das Gebaeck, was auch immer es war, hat geschmeckt und die Shisha, selbstverstaendlich ohne Nikotin im Tabak, war auch annehmbar. Danach sind wir noch, in der Hoffnung auf Icehockey-Fans zu treffen, in Richtung Centre Bell, es war naemlich mal wieder ein Spiel der Habs, unserer Mannschaft hier in Montréal. Aber nichts da. Totale Flaute, kein einziger Fan, also sind wir nach hause gefahren.

Sonntag war nichts los, rein gar nichts. Nur ausschlafen, Computer und mit Desi telefonieren. Was aber auch mal wieder ganz suess war. Am Spaetnachmittag haben Evelyn und ich dann begonnen unser "Souper Allemand (deutsches Abendessen)" vorzubereiten. Es sollte Kartoffelpuffer mit Apfelmus geben. 40 Minuten Zubereitungszeit, sagte uns das Rezept. Super!, dachten wir, das geht doch fix. Nach gut zwei Stunden und einer Stunde zu spaet waren wir dann fertig und mit unseren Kochkuensten am Ende. Als Nachtisch gab es eine Kreation aus Vanille- und Schokoladenpudding mit Sahne (naja, irgendwie eher Buttersahne) und Rote-Beeren-Konfituere. So ein bisschen Schwarzwaelderkirsch-like. Die Kartoffelpuffer kamen wirklich gut an, aber der Pudding wurde, so glaube Evelyn und ich, nur aus Hoeflichkeit gegessen. Uns hat es jedenfalls geschmeckt, alles. Danach wurde noch schnell der Abwasch gemacht und dann ab nach oben und schlafen.

In der Woche war mal wieder nichts los ausser Schule, Klausuren, Langeweile und alltaeglichen, oder besser allabendlichen Lach-, Kicher- und Wie-auf-Drogen-Sein-, oder auch Ich-fuehl mich voll-high-gerade-Anfaellen. Ach, und mein Laptop ist Kaputt gegangen. Hat sich einfach ausgeschaltet und wollte nicht mehr an gehen. Ich hasse Computer.

Dann verlebten wir wieder a weekend in the city. Evelyn und ich sind, wie jedes Wochenende, wenn wir nicht gerade in New York oder sonst wo rumgeistern, Downtown gefahren. Diesmal war unser Tagesmotto: Shoppen und Schlittschuhlaufen! Also flanierten wir mehr oder weniger grazioes ueber den Boulevard St Laurent, da gibt es angeblich ganz tolle Young-Fashion-Designer-Laeden geben, gesehen habe ich davon hoechstens zwei, aber naja. Zudem hat es auch noch geregnet, unermuedlich und mit jeder halben Stunde mehr. Irgendwann kamen wir an ein Geschaeft, so ein bisschen Orsay und New Yorker, nur in ueberteuert. Aber Evelyn wollte trotzdem rein. Als wir drinnen waren, umwuselten uns gleich zwei Verkaeufer, oder soll ich besser sagen Gigolos? So haben sie sich zumindest verhalten. Wollten uns jeden Mist andrehen und als wir dann raus gehen wollten (ja, sogar Evelyn wollte raus) kam einer hinter uns her und meinte: "Nein, ihr koennt doch noch nicht gehen, guckt mal, da hinten ist noch ganz viel, und sogar runtergesetzt! ...Nur eine Sekunde bitte!" Guuuut, sagten wir uns, dann tun wir ihm eben noch diesen Gefallen und gucken uns noch ein paar weitere haessliche Lappen an, die angeblich Kleider oder T-shirts sein sollten. Irgendwann haben wir es dann aber nicht mehr ausgehalten und sind raus. Ich habe dann doch noch in einem Geschaeft eine heruntergesetzte Hose gefunden. Meine alte ist naemlich irgendwann im Oktober beim Radfahren gerissen. Nachdem ich meine Hose dann auch angezogen hatte, weil es im Rock, den ich an diesem Tag trug, doch ein bisschen frisch wurde, sind wir dann weiter die Strasse entlang gegangen. Auf der anderen Strassenseite erwartete uns dann das Paradies, also known as "Le Vieux Europe". Ein Feinkostladen mit allen moeglichen europaeischen Lebensmitteln. Underanderem auch deutsche, versteht sich. Da gab es zum Beispiel Kartoffelknoedel, "Bloodwurst and Landjagger", alle erdenklichen Arten von Kaese, Nudeln in allen Farben und Formen. In der abteilung dahinter gab es Lebkuchen, Weihnachtsschlemmereien, Kinderschokolade, richtigen Kaffee, Marmeladen von Bonne Maman und und und. Alle paar Meter sagte einer von uns zum anderen: "Ahh guck mal da, das will ich haben!", oder, "Ohhhh, wie geil, alter! Das vermiss ich hier voll!" Nachdem wir dann sage und schreibe fas eine ganze Stunde in diesem entzueckenden Laden waren haben wir uns dafuer entschieden, dass wir uns Baguette, ordentlichen franzoesischen Kaese und eine Packung Lebkuchen kaufen. Danach ging es noch schnell zum Pharmaprix, Orangina kaufen und nach Kontaktlinsenloesung fuer Evelyns Kontaktlinsen fragen. Der nette Pharmaprix-Mensch hat es uns dann auch gezeigt, nachdem er selbst erst nicht wusste, wonach er ueberhaupt suchen soll, aber Evelyn hat es dann doch nicht gekauft. Super. Wir sind dann wieder in Richtung Métrostation gegangen, nachdem wir uns den Weg erfragt hatten und haben uns dann erst mal dickebraesig in den Eingangsbereich gesetzt und unser soeben erstandenes Festmahl genossen. Es war wunderbar. Endlich mal wieder richtiger Kaese und mehr oder weniger richtiges Brot. Nach unserem Verdauungspausschen sind wir dann wieder Downtown gefahren und haben uns auf die Suche nach der Eislaufhalle in Bonaventure gemacht. Welche wir dann auch nach mehrmaligem ziellosen im Kreis laufen gefunden haben. Wir bezahlten also unseren Studenten-Preis und liehen uns ein paar Skates und ab ging es, aufs Eis. Fuer Evelyn war es ihre erste Eislaufpartie, fuer mich nicht, trotzdem waren wir ungefaehr gleich gut. Oder auch gleich schlecht. Aber was soll man auch machen, wir gaben unser Bestes und versuchten wenigstens ein bisschen zu glitzern zwischen all diesen glaenzenden Eisschnelllaeufern und Pirouettendrehern. Total entkraeftet und wadenmuskelkaterig sind wir dann muede in den Bus nach hause gestiegen.
Sonntag habe ich bis um 5 Uhr nachmittags im Bett gelegen, Kopfschmerzen, Traegheit, Unwohlsein, wohl eine ungesunde Mischung aus allem. Und gelesen habe ich. " Unser letzter Sommer", wunderbares Buch, auch, wenn es nicht halb so gut ist wie "Vincent", trotzdem ist es angenehm, auch mal sowas zu lesen. Eigentlich wollten Evelyn und ich noch ein mal shoppen gehen, ein bisschen gucken, ob wir etwas fuer den Winter zum Anziehen finden, aber das ist dann auch ausgefallen, wegen mir.

Die Woche danach war, wie immer, nicht sehr viel los. Dienstags waren wir mit der Klasse in der Stadt an der Concordia University, wo wir uns ein paar Biotechnology, Biochemistry und Psychology Labs angeguckt haben. Am Mittwoch war dann die Englischklausur, 3 Schulstunden lang. Und dafuer, dass ich die Short Stories nicht immer wirklich Wort fuer Wort verstanden habe, die wir im Unterricht durchgenommen hatten, und es in der Klausur um genau diese Short Stories ging, habe ich es ganz gut gemeistert. Am gleichen Nachmittag habe ich mal wieder mit "Sandra aus Borna" telefoniert. Am Donnerstag war dann noch eine kleine Variety Show in Evelyns Schule, dem John Abbot College. Allgemein war es wirklich amuesant, ja, doch. Nur manches war vielleicht ein bisschen unpassend, aber das hat man dann einfach ganz schnell vergessen.

Letztes Wochenende war dann Vici da, am Freitag. Ein bisschen dummkakeln und schlafen, ich zumindest. Samstag sind wir zu viert, also Evelyn, Vici, Kai und ich, Downtown gefahren. Es war unheimlich kalt, etwa -7 Grad und dann noch Wind, also -15 Grad oder so. Die drei anderen wollten Weihnachtsgeschenke kaufen, haben dann aber irgendwie nichts gefunden. Wir waren dann noch essen und sind dann nochmal Schlittschuhlaufen gegangen. Eigentlich wollte ich am selben Abend noch auf das "We are Wolves" Konzert, aber neiiin, Evelyn hatte keine Lust. Also sind wir nach hause gefahren und haben uns eingemuckelt angeschwiegen. Na, vielleicht muss das ja auch mal sein, so unter Geschwistern, ich kenn mich da nicht so aus als verzogenes Einzelkind, und dazu komm ich ja auch noch aus dem Halbosten, wie Evelyn seit neuestem so schoen sagt. Jedenfalls sind wir dann zu hause nur noch in unsere Betten gefallen, und wenn ich ehrlich bin, ich haette das Konzert nicht ueberlebt, so kaputt wie ich war und meine Beine erst..
Am Sonntag mussten wir frueh raus Wir sind zusammen mit Stéphanie und den Kindern zu meiner Schule gefahren. Da war naemlich Christmas Bazaar + Tombola. Dort angekommmen wurden wir erst mal von einer herumschleichenden Menschenmasse ueberrollt. Einmal herumgehen und alles angucken, was es so gibt, danach haben wir auf Vici gewartet. Als wir dann Stéphanie wieder getroffen haben, war sie vollkommen gestresst. Filou und Jassou sind immer weg gerannt und Louis-David hat die ganze Zeit rumgeschrien. Wir haben ihr dann angeboten, dass wir uns ein bisschen um den kleinen Racker kuemmern koennen, so dass sie mit den beiden anderen noch einmal eine kleine Runde drehen konnte. Nach einer Weile kam sie dann mit zufriedenen kleinen Gesichtern an beiden Haenden wieder und ist kurz darauf nach hause gefahren, wir sind noch da geblieben und sind noch einmal rumgegangen, um Vici alles zu zeigen. Evelyn hat ein Geschenk fuer ihren Vater gekauft und kurz darauf sind wir auf Svenja gestossen. Svenja geht mit Evelyn zur Schule, hier zumindest in Montréal. Dann sind wir auch noch einmal mit Svenja eine Runde gegangen. Irgendwann haben wir uns dann verloren, dann waren nur noch Vici und ich ueber. Wir sind dann in die, in eine Aula umgewandelte, Turnhalle gegangen, was fand sowieso bald die grosse Verlosung statt. Evelyn und Svenja haben wir dann auch dort wiedergefunden. Der offizielle Teil der Tombola begann mit unserem Unterstufenchor, Weihnachtslieder auf englisch, franzoesisch, spanisch und natuerlich deutsch wurden versucht zum besten zu bringen. Dann sagte unser Schulleiter ein paar Worte und danach begann die Tombola. Evelyn und ich hatten uns jeweils 5 Lose gekauft. Und dann hiess es abwarten. Die gezogenen Lose wurden nach der Reihe aufgerufen, aber wir ware nicht dabei, nicht ein einziges Mal. Auch Stéphanie, die sich auch noch mal 5 Lose gekauft hatte, wurde nicht genannt. So ein Betrug! Von wegen, "Wir haben Gewinne fuer alle!" Aber naja, egal. Erschreckenderweise war es, als jemand von uns auf die Uhr sah, schon kurz nach 5 Uhr am Nachmittag. Wir sind dann mit ein paar anderen vom John Abbott College zum Bus gegangen. Und dann war das Wochenende auch schon wieder zu ende.

Montag nacht hat es geschneit! Wie die kleinen Kinder standen Evelyn und ich am offenen Fenster und haben gestaunt und uns gegenseitig unsere Betten mit den ersten Schneebaellen versaut. Muss ja auch mal sein. Wir hatten auch mal wieder einen unserer "Anfaelle". Dienstag hiess es dann durch den Schnee zum Bus stolpern. Aber zu meinem Glueck war der sowieso zu spaet. Mittwoch taute dann allerdings so gut wie alles wieder weg. Heute Nacht kam dann wieder ein bisschen Schnee von oben. Jetzt ist es allerdings schon wieder am Tauen.

Das kommende Wochenende wird sich so gestalten: Freitag, also morgen, ganz schnell aus der Schule nach hause, packen, essen und dann nach Kirkland, hier um die Ecke. Von dort aus nehmen wir den Bus und begeben uns auf eine zweistuendige Busfahrt nach Ottawa. In Ottawa besuchen wir die Mutter von Stphanie, also unsere Gast-Oma, und bleiben da bis zum Sonntag. Was genau wir in Ottawa machen, wissen wir nicht, wir wissen nur (aus dem Internet), dass Ottawa sehr schoen ist und fast eine Millionen Einwohner hat. Das naechste Wochenende wollen wir dann noch nach Quebec City, so ganz alleine. Die Woche darauf hab ich dann auch schon Geburtstag, huiuiui.

Mittwoch, 5. November 2008

#40

LE STADE OLYMPIQUE DE MONTREAL

















#39

BUS COMMING!



Sonntag, 2. November 2008

#38

EIERdiebe.